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Rechenschwäche (Dyskalkulie)

Ursachen: Bereits im Kindergartenalter gibt es Schwierigkeiten bei der Erfassung von kleinen Mengen bis 4, in der Erkennung der Würfelzahlen, beim 1:1 Abzählen von Dingen u.a. Andere Familienmitglieder haben ähnliche Schwierigkeiten mit Zahlen und Mengen.

Symptome: Keine gesicherte Vorstellung von Mengen und der Mächtigkeit von Zahlen, von Kardinal- und Ordinalzahlen, der Gliederung in Zehner-Bündel, von den Vorgängen, die bei den Rechenoperationen geschehen. Das Schätzen von Mengen, Längen, Zeiten fällt schwer, die Orientierung im Raum, rechts-links-Unterscheidung, die Orientierung auf dem Kalender u.a.

Dies ist kein vollständiger Katalog der Auffälligkeiten die auftreten können und bei jedem Kind ist deren Ausprägung individuell. Deshalb ist auch eine individuelle Einzeltherapie einer Gruppentherapie vorzuziehen. Darin können die bisher entstandenen Wissenslücken im individuellen Tempo aufgearbeitet werden. Erfolg ist die beste Motivation zur Therapie.

 

Behandlung:

Ein Rechentest für die entsprechende Altersstufe zeigt die aktuellen Fähigkeiten und gibt den Ansatzpunkt für die Therapie vor.

Themen können sein: Arbeiten im Zehnerraum, Zerlegung der Zahlen, Bündelung, Vorgänger-Nachfolger, Rechenoperationen, Textaufgaben. Schrittweise Erweiterung des Zahlenraumes. Arbeit mit Steckwürfeln zur Verdeutlichung der Zehnerbündelung, mit Hunderterplatten und Tausenderwürfel zur Verdeutlichung des Zahlenraumes bis Tausend und darüber. Der Einsatz von guter Lernsoftware ermöglicht immer neue Blickwinkel auf die Rechenoperationen und deren Verbindung untereinander.

Das Erlernte wird durch kurze Hausaufgaben für 4 verschiedene Tage, die meist nicht länger als 10 Min. pro Tag in Anspruch nehmen, wiederholt und gefestigt.

Ein Belohnungssystem steigert die Motivation.

Der effektivste Ansporn aber entsteht durch die Einsicht des Kindes, dass auch der Umgang mit Zahlen durchschaubar ist und Fortschritte dabei sichtbar werden.

Durch regelmäßige Elterngespräche und Austausch mit dem Fachlehrer wird das Training mit dem Umfeld des Kindes abgestimmt.