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  • Stimmstörungen (ST1, ST2)

Stimmstörungen können organische Ursachen haben (ST1), z.B. nach Stimmbandoperationen, oder die Ursachen liegen in einem ungünstigen Gebrauch der Stimme, dann spricht man von funktionellen Stimmstörungen (ST2). Als Symptome reten auf: Heiserkeit über einen längeren Zeitraum, Räusperzwang, Fremdkörpergefühl im Hals, geringere Belastbarkeit der Stimme bis zu Stimmlosigkeit. In der Therapie wird die Selbstwahrnehmung verbessert - wie benutze ich meine Stimme, welche Parameter kann ich verändern und wie wirkt sich das auf den Klang aus? Arbeit an Körperhaltung und Atmung, an der Flexibilisierung des Zwerchfells, an der Nutzung der Resonanzräume, der Kieferweite und Artikulationsschärfe führen zu einer klangvollen, belastbaren, ausdrucksstarken Stimme.

 
  • Neurologische Erkrankungen (SP5)

  • Bei neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, M. Parkinson, Schädel-Hirn-Trauma ALS u.a. (SP5)

Nach einem Schlaganfall kann die Sprechfähigkeit, die Wortfindung, das Verstehen von Sprache, das Lesen und Schreiben, das Schlucken, die Stimme oder die Atmung in verschiedenem Ausmaß geschädigt sein. In den ersten 2 Jahren nach dem Ereignis können durch intensive logopädische Behandlung (2-4 mal pro Woche) die größten Erfolge erreicht werden. Danach findet die Therapie zur Sicherung des Istzustandes statt. Wie weitreichend die Fortschritte und Erfolge sind, hängt vom jeweiligen Krankheitsbild ab sowie der Motivation des Patienten.

Bei M. Parkinson ist häufig die Stimme und die Deutlichkeit der Artikulation reduziert. Dagegen hilft ein speziell für das Krankheitsbild entwickeltes Programm, das Lee-Silverman-Voice-Training (LSVT). Es soll 4–5-mal pro Woche trainiert werden und ist nach 20 Therapiestunden beendet. Der Effekt hält mindestens ½ Jahr lang an und sollte dann aufgefrischt werden.

Als zertifizierte LSVT LOUD Therapeutin führe ich die Therapie nach den Richtlinien der Erfinderinnen Cynthia Fox und Lorraine Ramig durch.

Bei häufigerem Verschlucken sollte an eine Schluckstörung gedacht werden. Dieser begegnen wir mit verschiedenen Übungen, mit Eisbehandlung, PNF, richtiger Lagerung oder Anpassung der Konsistenz der Speisen (z.B. pürierte Kost und Andicken von Getränken).

Störungen der Sprechmotorik (SP6)

Störungen der Sprechmotorik (SP6) äußern sich durch undeutliches, angestrengtes Sprechen, Kurzatmigkeit und eine raue, heisere Stimme. Sie entstehen bei Durchblutungsstörungen des Gehirns, durch Tumore, Entzündungen, Unfälle, bei MS oder ALS u.a.